Gartenarbeiten im Juni
Im Juni zeigt sich der Garten bereits in voller Blütenpracht. Ob nun im Ziergarten, Gemüsegarten oder in den Balkonkästen überall wächst und gedeiht es. Genießen Sie den Anblick und vielleicht auch die damit verbundene Gartenarbeit, die im Sommer nun ansteht.
Bäume & Sträucher, Rasen, Rosen, Gemüse & Kräuter, Blumen
Bäume und Sträucher
Bei Neupflanzungen ist besonders darauf zu achten, dass sie genügend Wasser erhalten. Spätblühende Ziergehölz können mit Kompost oder Dünger versorgt werden.
Nach der Blüte ist für die meisten Ziergehözer ein guter Zeitpunkt, um sie auszulichten. Bei laubabwerfenden Schnitthecken sollte mit dem Schnitt bis Ende Juni gewartet werden.
Himbeeren und Brombeeren mögen eine dicke Mulchdecke. Diese speichert die Feuchtigkeit im Boden besser und versorgt die Pflanze zusätzlich mit Nährstoffen. Bei anhaltender Feuchtigkeit schützt sie außerdem gegen Pilzerkrankungen.
Rasen
Inzwischen muss der Rasen mindestens einmal pro Woche gemäht werden. Der Rasenschnitt lässt sich auf dem Kompost entsorgen. Hierfür sollte das Schnittgut etwas angetrocknet sein, damit es auf dem Komposthaufen nicht zu faulen beginnt. Oder man kann den Rasenschnitt auch als Mulchdecke auf die Beete geben. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und minimiert das Unkrautwachstum.
Es gibt auch Rasenmäher, die Mulchmähen. Das bedeutet, dass das Schnittgut auf dem Rasen liegen bleibt und dort verrottet. Damit eine zu dicke Mulchdecke das Gras nicht erstickt, sollte der Rasen bei dieser Methode möglichst zweimal wöchentlich gemäht werden.
Um die Gräser und das Wurzelsystem zu stärken, empfiehlt sich eine Sommerdüngung.
Bei anhaltender Trockenheit sind die Rasenflächen ausreichend zu bewässern.
Rosen
Die Blütenpracht erwacht. Bereits Verblühtes ist regelmäßig zu entfernen.
Die Rosen sollten regelmäßig auf Läuse untersucht werden. Bei hartnäckigem Befall empfiehlt sich die Bekämpfung mit zugelassenen Mitteln. Blattläuse kann man jedoch auch ganz natürlich bekämpfen, indem man Kapuzinerkresse dazu pflanzt, denn diese wird von den Blattläusen eher bevorzugt.
Gemüse und Kräuter
Für Chinakohl, Winterwirsing, Fenchel sowie die Herbstsalate, wie Endivie und Radacchio, ist nun der richtige Zeitpunkt für die Aussaat. Rosenkohl und Grünkohl werden ebenfalls gepflanzt.
Gemüsekulturen mit hohem Nährstoffbedarf, wie Tomate, Gurke, Paprika, Zucchini und Aubergine, erhalten, nachdem sie richtig angewurzelt sind, eine stickstoffreiche Düngung. Tomaten und Gurken benötigen außerdem eine ausreichende Wasserversorgung und ggf. Rankgerüste oder Stützen. Geiztriebe sollten bei den Tomaten regelmäßig entfernt werden.
Erntezeit für Spargel und Rhabarber. Beide Kulturen werden traditionell bis zum 24.Juni abgeerntet. Der Boden kann anschließend mit Dünger oder Kompost angereichert werden.
Buschbohnen, Petersilie und Schnittlauch können in diesem Monat gesät werden. Um laufend junges Grün zu erhalten, können Dill, Senf und Gartenkresse nach gesät werden.
Sobald beim Majoran die Knospen erscheinen, kann dieser geerntet werden. Estragon sowie Zitronenmelisse sollten rechtzeitig Ende Juni zurückgeschnitten werden, bevor sich Blüten bilden. Und auch der Schnittlauch sollte möglich abgeerntet sein, bevor er blüht.
Blumen
Zweijährige Sommerblumen werden in diesem Sommer ausgesät, um im nächsten Sommer zu blühen. Zu ihnen zählen unter anderem Bartnelken, Goldlack, Stiefmütterchen und Fingerhut.
Die Zwiebeln der Herbstblüher, wie Herbstzeitlose und Herbst-Krokus, sollten spätestens jetzt in die Erde gelegt werden.
Balkonpflanzen in Kästen und Kübeln regelmäßig gießen und sobald sie ordentlich eingewurzelt sind, mit Dünger versorgen, vorzugsweise Langzeitdünger als Grundversorgung. Einen wunderschönen Blütenflor erreicht man jedoch vor allem durch zusätzlichen Flüssigdünger.
Erdbeeren
Die Erdbeeren sind nun reif und sollten regelmäßig - möglichst täglich - geerntet werden. Um das Faulen der Beeren sowie den Schneckenfraß zu verhindern, kann man den Boden mit einer dicken Strohschicht bedecken.
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